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Sonntag, 3. September 2023

Baltic II - GrottenGut

Auf dem Weg zum Strand im Urlaub Baltic II haben wir die Sandsteingrotte von Mechowo entdeckt und erkundet. Die Grotte ist eine kleine aber feine Anlage mit sehr niedrigen Decken und einer hohen Dichte an verschiedenen Säulenstrukturen. Sie ist nur gebeugt oder teilweise knieend begehbar. Die Temperaturen in der Grotte waren an diesem warmen Sommertag herrlich und ich, als Geologe, habe die Zeit mit den sandstein-geprägten Strukturen darin ausfürlich genossen :). Das Sandstein-Säulen-Tor und Eingang zur Grotte möchte ich mit Nova und ihrer Sammlung T in die → neue Woche ~338 teilen. Es gibt auch einige Gesichter im Sandgestein zu finden und ich bin gespannt, welche ihr vielleicht bei dem Grottenrundgang entdeckt :) - eben wirklich GrottenGut ;).





Mittwoch, 15. März 2017

Feengrotten

Am vergangenen Wochenende waren wir wieder (dieses Mal mit Kamera :]) in einem ehemaligen Bergwerk (Alaunschiefer), welches heute als Schaubergwerk mit verschiedenen Grotten und Höhlen besichtigt werden kann. Durch ihre farbigen und schnellwachsenden Tropfsteine haben sie den bei uns bekannten Namen - die Feengrotten - erhalten.


Neben den farbigen Grotten schlägt mein Geologenherz natürlich bei diesen Schalenausfällungen, ähnlich einer Kruste um einen Kern, aus verschiedenen Mineralien höher :). In den Schalen konnte man zum Beispiel Mangan, Eisen und Spuren von Chromium erkennen.


In dieser Grotte ist der Reichtum aller auftretenden Minerale und 250-300 Jahre alte Tropfsteinen zu finden (einige Grotten kann man mit Musik bestaunen).


Normalerweise wachsen Kalksteine 1 cm in 300 Jahren. In diesem Höhlensystem und Grotten wachsen Stalaktiten und Stalagmiten um das tausendfache schneller als im Karbonatkarst.


Die Tropfsteine bestehen hier aus dem relativ weichen Diadochit bzw. Bergbutter (Bild oben: Diadochit im Sammelbecken absetzt), ein Eisen(III)-Hydroxi-Phosphat-Sulfat-Hydrat, welches sich vielfach schneller löst.


Auf dem oberen Bild ist ein Wurzelstalaktit zu sehen, welcher in der Tiefe von 10 m unter der Erde an der Wurzel einer 200 Jahre alten Eiche entlang einer Wasserlinie gewachsen ist.


In dieser Grotte sind weit über 100 Brauntönen gefunden und nachgewiesen worden, welche durch das in Grubenwasser ausgewaschenen Eisenocker (da habe ich auch neue Pigmente erworben :]) entstanden und abgesetzt sind.


Links: Querschnitt mit den unzähligen Lagen und Wachstumsständen eines Stalaktiten
Rechts: Aufteffmulde eines Stalagmiten


In den verschiedenen Grotten ist die Luft besonders gesund für die Atemwege und hilft ebenso bei Allergien. Durch die 45 nachgewiesenen Hauptminerale, welche in Form von Sulfide, Oxide, Carbonate, Sulfate, Phosphate, Vanadate, Arsenate (Bild unten) und Silikate auftreten, werden somit sehr unterschiedliche Substanzen mit der Farbenvielfalt in den Höhlen und der Tropfsteine angelagert.


:)